3. Etappe am 19.04.2016
von Malgarten nach Lappenstuhl

Mit vier Privatautos brachten uns Eltern zum Ausgangspunkt unserer dritten Etappe nach Malgarten.
Durch Malgarten fließt die „Hohe Hase“, deren Flussbett im Auftrag des Nonnenklosters von untertänigen Bauern von der „Tiefen Hase“ (in der Nähe des jetzigen Verteilerbauwerks) auf einer Strecke von 3 km von Epe bis Malgarten gegraben werden musste. Man benötigte die Wasserkraft zum Betreiben einer Sägemühle, einer Kornmühle und einer Ölmühle. Dazu war es nötig, den Arm der „Hohen Hase“ noch einmal zu teilen, um das Wasser auch zu der dritten Mühle leiten zu können. Hinter ihnen vereinigen sich die beiden Flussläufe wieder.
Als wir aus den Autos gestiegen waren, befanden wir uns also auf einer Insel. Von der Brücke blickten wir in den rechten Hase-Arm und hatten das Gefühl, wir stünden an einem Wasserfall.
Wir mussten aber feststellen, dass alle drei Mühlen nicht mehr im Betrieb sind.
Durch das Torhaus mit dem schönen Wappen über der Einfahrt, der Madonna im Strahlenkranz, kamen wir in den Klosterhof.
Im Torhaus selbst ist der „iam“, internationaler Arbeitskreis für Musik e. V. untergebracht. In dem ehemaligen Amtsrichterhaus gleich links hinter dem Torhaus wurde bis vor kurzem das Restaurant „Zum Amtsrichter“ betrieben.
An der Konzertscheune vorbei gelangten wir über den kleinen Friedhof in den wichtigsten Teil der Anlage, die Kirche. Sie ist Mittelpunkt der katholischen Gemeinde. Wir konnten sie auch von innen besichtigen und sahen einige Dinge, die es in einer evangelischen Kirche nicht gibt:KniebänkeWeihwasserbeckenBeichtstuhldas ewige LichtGlocke im AltarraumOpferkerzenBevor wir die Kirche verließen, hat Frau Pohl noch eine Opferkerze bezahlt und angezündet. Alle haben wir einen Moment geschwiegen und an ein eigenes Anliegen gedacht.
Durch ein kleines angrenzendes Wäldchen führte uns ein Pfad zur Wittenfelder Allee. Von nun an mussten wir den Weg nach Lappenstuhl an Hand einer Wanderkarte, in die Frau Pohl unseren Weg eingezeichnet hatte, selbst finden. Im Gänsemarsch wanderten wir am Nonnenbach vorbei, bis wir in die Straße „Am Zuschlag“ abbiegen konnten. An einer sonnigen Stelle erhielten wir endlich unsere lang ersehnte Pause. Hier konnten wir uns nach dem Spaziergang in der noch frischen Frühlingsluft aufwärmen.
Gestärkt ging es weiter Richtung Autobahn A1. Von der Brücke winkten wir den Autofahrern zu. Sie winkten zurück, hupten oder grüßten mit der Lichthupe.
Über „Uthof“, „Vördener Weg“ und „Malgartener Damm“ wanderten wir weiter.
Auf einem kleinen Abstecher nach links ins Naturschutzgebiet Vallenmoor erzählte uns Frau Pohl, dass man vor zwölf Jahren noch Wasser und Sumpf erkennen konnte. Jetzt war davon nichts mehr zu sehen. Es ist völlig verwachsen und mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. An einer Luftbildaufnahme konnten wir das noch bestehende Moor begutachten. Da man im Naturschutzgebiet die Wege nicht verlassen darf, konnten wir nicht bis an den See wandern.
Das Vallenmoor ist durch einen Erdfall (Erdeinbruch) entstanden. Zahlreiche Stichgräben, die strahlenförmig auf die Wasserfläche zuliefen, dienten früher dazu, den See zu entwässern. So konnte das Moor zur Torfgewinnung genutzt werden.
Am Wegrand sahen wir auf dem letzten Wegstück viele Pflanzen. Am häufigsten fielen uns Löwenzahn und Buschwindröschen auf.
In Lappenstuhl angekommen, machten wir noch einmal Rast auf einer sonnigen Bank, bevor wir zu einem großen Spielplatz kamen, an dem Herr Pohl schon mit einem Eis auf uns alle wartete. Danach hatten wir wieder so viel Kraft, dass wir uns an der Seilbahn richtig austoben konnten. Von dort war es nur noch ein Katzensprung zur früheren Dorfschule, dem jetzigen Kindergarten, und der kleinen Kapelle, wo unsere Mütter und Phils Oma schon auf uns warteten, um uns sicher wieder mit dem Auto zur Schule nach Hesepe zu bringen.



Das Wandern ist der Kinder Lust...



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